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Winter statt Nebel in den Dolomiten

  • Autorenbild: Pia Steen
    Pia Steen
  • vor 6 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Es ist Mitte September. Eigentlich hatte ich mich auf die Nebelsaison in den Dolomiten gefreut. Doch dann kommt alles ganz anders. Eben noch spätsommerlich warm, fallen die Temperaturen innerhalb kürzester Zeit unter null – und plötzlich beginnt es zu schneien. Natürlich bin ich zu dieser Jahreszeit ohne Winterreifen unterwegs. Entsprechend angespannt fahre ich die kurvige Passstraße hinauf zu meiner Unterkunft auf der Seiseralm.

Geplant war ein entspanntes Wanderwochenende, dazu Nebel, Stimmung, Bilder. Stattdessen stehe ich nun hier: graues Wetter, dunkle Wolken, die sich um die hohen Berge legen. Es ist nicht das, womit ich gerechnet habe – und doch hat dieser Anblick etwas Faszinierendes. Ich kann mich ihm nicht entziehen.

Nachdem ich mein Zimmer bezogen habe, setze ich mich auf den Balkon und lasse das gewaltige Bergpanorama auf mich wirken. Nach einer Weile bemerke ich, dass sich das Licht verändert. Es wird heller. Ich blicke nach Westen und entdecke ein Wolkenloch, durch das sich die Sonne mühsam ihren Weg bahnt. Schnell hole ich meine Kamera.

Was dann passiert, hätte ich so nicht erwartet: In den nächsten Minuten entfaltet sich ein Schauspiel aus Sonne und Wolken, das mich vollkommen in seinen Bann zieht. Wie sich die Stimmung verändert, wie das Licht über die Berge wandert – einfach atemberaubend. In diesem Moment entsteht diese Serie. Am Ende verließ ich noch schnell das Zimmer und trat für ein anderes Motiv neben Das Hotel. Was für ein Abend!



 
 
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