• Pia Steen

Praxistest: f-stop Tilopa

Welcher Landschaftsfotograf kennt das nicht? Das leidige Thema mit dem Geschleppe der Ausrüstung. Gute Linsen und hochwertige Kameras wiegen nun mal. Umso wichtiger ist es, einen komfortablen Rucksack zu haben, der einem das stundenlange Tragen der schweren Ausrüstung so angenehm wie möglich macht.Ich hatte vor einigen Jahren einen Bandscheibenvorfall. Immer wieder hatte ich nach langen Fototouren Probleme mit dem Rücken. Wochenlange Schmerzen und viele Arztbesuche waren die Folge. Ich hatte Angst, dass ich meiner großen Leidenschaft, der Landschaftsfotografie, nicht mehr nachgehen kann und war sehr unglücklich.



Kein Berg ist zu steil, keine Schmerzen mehr da: Der Tilopa sitzt wie angegossen


Irgendwann sprach mich ein Freund auf meinen alten Rucksack an und meinte: „Der passt ja gar nicht.“ Ich schaute ihn verwundert an. War es nicht vor allem wichtig, dass die Ausrüstung gut geschützt ist und der Rucksack möglichst viele tolle Features und zusätzliche Taschen hat? Das zumindest hatte mir damals der Verkäufer lang und breit erklärt. Es war keine Rede davon, ob der Rucksack auch mir bzw. zu meinem Rücken passt. Mein Kumpel schnallte mir seinen Rucksack auf den Rücken. Den f-stop Shinn. Einen riesen Rucksack, bei dessen Anblick allein ich schon beinahe zusammengebrochen wäre. Aber ich war erstaunt: Denn obwohl der Shinn vollgestopft und dadurch schwerer und größer als mein kleiner Rucksack war, trug er sich wesentlich leichter und bequemer. Meine Liebe zu f-stop war geboren!

Umgehend bestellte ich den f-stop Tilopa, einen 50 Liter Rucksack. Seit 7 Jahren ist dieser Rucksack nun schon mein treuer Begleiter auf all meinen Touren. (Einmal wurde er durch das Nachfolgemodel auf Grund der unglaublich tollen blauen Farbe ersetzt) Egal wie voll ich ihn stopfe: Ich habe keine Rückenschmerzen mehr und kann stundenlang wandern. Ein Traum!

Was ist drin?

Je nachdem was ich fotografiere, habe ich unterschiedliche Ausrüstung dabei.

Unter anderem:

Sony Alpha 7r III

Canon Eos 5D MK IV

Canon 16-35 L f4

Canon 300 2.8 L IS USM

Canon 70-200 2.8 L ISM II

Canon 70-200 L f4

Canon  24-70 L 2.8

Canon 100 2.8 Makro

Gitzo Traveler Stativ inkl. Gitzo Kugelkopf

KASE Filter Set

Werkzeug

Akkus

Fernauslöser

Verpflegung

Speicherkarten

Da kommt schon einiges an Gewicht zusammen.


Meine Landschaftsausrüstung ist quasi meine Standardausrüstung



Filter dürfen nicht fehlen: KASE Wolverine Filterset


Akkus und Reinigungszeug gehören auch mit in der Rucksack


Eine Frage der Anpassung

Es ist vor allem wichtig, den Rucksack auf sich selbst anzupassen. Die Trageriemen sollten stramm sitzen und der Hüftgurt nicht zu weit unten sein. Mindestens 70% der Last sollte nämlich über den Hüftgurt und nicht über die Schultern gehen. Hier lässt sich der f-stop wunderbar einstellen und optimal an den Rücken anpassen. Die Trageriemen sind dabei schön dick und schneiden auch auf einem T-Shirt nicht ein. Der Hüftgurt ist ebenfalls schön gepolstert und bequem.


Je nach dicke der Kleidung kann man die Trageriemen anpassen


uf der ganzen Welt dabei und keine Rückenschmerzen mehr: der f-stop Tilopa


Neben der ausgezeichneten Verarbeitung, dem stylischen Design, der hohen Anpassbarkeit und dem hohen Tragekomfort zeichnen sich die Rucksäcke aber auch durch ihre innere Flexibilität aus. Mit den sogenannten ICU (Internal Camera Units) kann ich je nach Ausrüstung unterschiedliche Größen dieser internen Einheit in den Rucksack packen. Bin ich zum Beispiel nur mit meiner Minimalausrüstung in den Bergen (Eine Kamera und zwei Objektive) kann ich die ICU Small verwenden und habe den restlichen Platz des Rucksacks für anderen Kram frei. Habe ich mein großes Tele und noch zwei oder drei andere Objektive dabei, packe ich die Pro XLarge ICU ein. So ist der Platz im Rucksack immer optimal ausgenutzt. Und sollte der äußerst selten Fall eintreten, dass ich gar keine Kamera dabeihabe, kann ich die ICU komplett entfernen und ihn als normalen Trekking Rucksack mitnehmen. Genial!



Innenleben und Außenleben: Der Tilopa lässt sich auf viele Gegebenheiten perfekt anpassen



Sehr praktisch: Ich kann den Rucksack mit unterschiedlichen ICUs bestücken



Die XLarge ICU hat ausreichend Platz für mein Supertele und weitere Linsen


Wenns mal weniger sein darf: Auch meine Drohne passt mit Zubehör perfekt in die Small


ICU



Im vorderen Fach des Tilopa haben meine Kase-Filter Platz



Dank eines Reißverschlussfaches sind kleinere Gegenstände prima aufgeräumt



Praktisch: Die Seitenfächer sind separiert und bieten Platz für Trinkflaschen oder andere Sachen



Ein Notebook hat auch noch Platz



Im Inneren finden sich mehrere Reißverschlussfächer. Dort sind vor allem Kleinigkeiten wie Speicherkarte gut und sicher aufgehoben


So bestücke ich je nachdem was ich shoote meinen Tilopa ganz unterschiedlich. Auch schön: Sollte der Platz innen einmal knapp werden, lassen sich dank vieler Riemen außen zusätzliche Barrels anbringen und weitere Sachen verstauen. Mein Stativ klippe ich entweder seitlich oder vorne dran. Auch Schlafsack oder Iso matte lassen sich ganz einfach außen befestigen, während die zerbrechlichen Linsen innen guten Schutz finden.


Da passt jede Menge rein



Kleinkram ist in dem Accessory Pouch bestens aufgehoben



Unterschiedliche Barrels für Objektive oder Kleinkram lassen sich außen am Rucksack befestigen



Viele Objektivköcher lassen sich außen anbringen




Voll bepackt lässt sich der Rucksack dennoch angenehm tragen


Retter in der Not

Der Tilopa ist nicht nur schön anzuschauen, er ist auch extrem wasserabweisend. Ich erinnere mich, wie ich einmal an einer Felswand über einem Fluss hing und den Halt verlor. Ich stürzte rückwärts von der Wand direkt in das kalte Nass. Ich schwamm sofort zum Ufer und war mir sicher, dass nun meine komplette Ausrüstung kaputt sei. Ich öffnete hektisch meinen Rucksack und siehe da: Es war kein einziger Tropfen Wasser im Innenraum! f-stop weist allerdings darauf hin, dass die Rucksäcke wasserabweisend und nicht wasserdicht sind! Ich hatte Glück, dass ich die extra abgedichteten Reißverschlüsse richtig zu gemacht hatte und nur ganz kurz komplett unter Wasser war. Taufe bestanden!

Was ich vor allem am Tilopa liebe ist, dass er, wenn er nicht zu schwer bepackt ist, als Handgepäck im Flugzeug mitgenommen werden kann. Ich war bereits in der ganzen Welt mit ihm unterwegs und hatte selbst in kleinen Fliegern nie ein Problem.


Was würde ich mir noch wünschen?

Natürlich gibt es wie bei allen Dingen Verbesserungswünsche. Je länger man mit einem Produkt arbeitet, umso besser kennt man es und hier und da tun sich Dinge auf, die man gerne anders hätte. Das ist auch beim Tilopa der Fall. Nichts Großes, aber der Teufel steckt im Detail.

  1. Etwas, was ich anders lösen würde ist der Platz über der ICU. Oft rutschen die Sachen, die ich oberhalb der ICU in den Rucksack packe nach unten in die ICU oder dahinter durch. Einmal habe ich stundenlang meinen Geldbeutel gesucht. Er war hinter die ICU gerutscht und ich hatte Panik, ich hätte ihn verloren. Dort würde ich mir so etwas wie einen Beutel wünschen, den man per Reißverschluss oberhalb der ICU festmachen kann. So wird der Platz oberhalb der ICU separiert und die Dinge bleiben an ihrem Platz.

  2. Der Haupttragegriff am Tilopa ist relativ dünn. Hier wäre ein etwas dickeren Griff angenehmer in der Hand, vor allem wenn der Rucksack voll und schwer ist.

  3. Klappt man das Rückteil auf, findet man an diesem nur ein kleines Fach mit einem Reißverschluss. Der Rest ist mit Riemen bestückt. Ich persönlich sehe keinen Nutzen in diesen Riemen und würde mir zum Beispiel ein zweites Reißverschlussfach wünschen.

  4. Die Seitenfächer sind mit einem Klett versehen, so dass diese sich ausdehnen, wenn man sie befüllt. Allerdings nur ca 1 cm. Auch hier könnte man mit einer größeren Überlappung noch mehr Raum schaffen.

  5. An einem der Schulterriemen fänd ich eine kleine Tasche fürs Handy praktisch. So hätte man es schnell griffbereit.

Das sind alles nur kleine Veränderungen, die ich mir wünschen würde. Jedoch ist der f-stop Tilopa auch so schon in meinen Augen das Maß aller Dinge. Er ist bequem, bietet unglaublich viele Anpassungsmöglichkeiten, sieht super aus und ist sehr robust. Ich gehe nicht ohne ihn zum Fotografieren. Umso mehr freue ich mich und bin sehr stolz als Offizielle Ambassadorin ein Teil der f-stop Familie zu sein! Sollte jemand Interesse an einem Gutscheincode für f-stop haben, kann er mir gerne eine E-Mail an info@piasteen.de schreiben.

Hinweis: Da in diesem Blogeintrag Marken genannt, verlinkt oder erkennbar sind, handelt es sich um Werbung. Unabhängig davon, ob dafür eine Gegenleistung erfolgt oder nicht.

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