• Pia Steen

Mohn im Chiemgau

Diesen Frühling blühte direkt vor meiner Haustüre im Chiemgau ein Mohnfeld. Eigentlich ein Weizenfeld, das aber voll Mohn und Kornblumen war. Ein herrlicher Anblick! Mein Vermieter, dem das Feld gehört, meinte, dass das wilder Mohn sei. Denn reinen Mohn dürfe man als Landwirt gar nicht einfach ohne Genehmigung anpflanzen.

Leider sprach es sich relativ schnell rum mit dem wunderschönen Feld und schon bald konnte ich vom Balkon aus die ersten Instagramer beobachten, die sich ins Feld und auf die Blumen schmissen. Nicht nur das, auch rissen sie den Mohn und die Kornblumen aus. Mohn hält nur einige Minuten, wenn man ihn pflückt und welkt sehr schnell. Somit ist er auch nicht für die heimische Vase gemacht. Immer wieder ging ich also zu den Leuten, um sie darauf aufmerksam zu machen, dass das Feld zur Ernte dient und die Blumen für die Bienen da seien. Die meisten hatten Verständnis und gingen. Dennoch stellte der Besitzer Hinweisschilder auf. Auch den einen oder anderen Fotografen konnte ich früh morgens am Feld beobachten, allerdings blieben die außerhalb der Blumen und fotografierten ins Feld hinein. So konnte ich quasi fast vom Garten aus die schönen Blumen fotografieren.

Im nächsten Jahr wird dort vermutlich wieder Mais angepflanzt, um den Boden zu schonen.

Die Jahre zuvor konnte ich Rund um den Chiemsee ebenfalls Mohnfelder finden und fotografieren. Ich liebe das Rot des Mohns, läutet es auf wunderbar bunte Weise den lang ersehnten Sommer ein.


Die Farbtupfer sind eine Augenweide
Mohn, dahinter die Kampenwand
Die Blumen wachsen wild zwischen dem Weizen
Bei dem Anblick geht mir das Herz auf

Eine Blume streckt sich der Sonne entgegen
Eine Hummel im Landeanflug
Sie sammelt fleißig
Minutenlang verbringt sie in der Blume
Auch eine Biene macht sich an der selben Blume zu schaffen
Diese Mohnblume trägt noch ihre"Haube"
Das Streiflicht bringt das Feld zum Leuchten
Wunderschön sieht das Feld aus
Das letzte Licht bringt die Blätter zum schimmern