Der richtige Rundfilter für den passenden Step-Up-Ring – ein praktischer Leitfaden für Fotografen
- Pia Steen

- 11. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Wer sich mit Fotografie beschäftigt, stolpert früher oder später über zwei Themen: Filter und Step-Up-Ringe. Immer wieder bekomme ich hierzu Fragen und die Verwirrung meiner Teilnehmer ist meist groß. Besonders wenn mehrere Objektive mit unterschiedlichen Filtergewinden im Einsatz sind, kann die Kombination einen schnell durcheinander bringen. Welcher Rundfilter passt auf welches Objektiv? Und welchen Step-Up-Ring braucht man eigentlich?
In diesem Beitrag schauen wir uns Schritt für Schritt an, wie man die richtige Kombination auswählt – einfach erklärt und ohne technisches Chaos.
Was ist ein Rundfilter?
Ein Rundfilter (wie die magnetischen Filter von der Firma Maven) ist ein fotografischer Filter mit Schraubgewinde. Er wird vorne auf das Objektiv geschraubt und beeinflusst das Bild direkt beim Fotografieren.
Typische Beispiele sind:
UV-Filter
Polfilter (CPL)
ND-Filter
Black Mist / Diffusionsfilter
Es gibt Rundfilter in unterschiedlichen Durchmessern in Millimetern, zum Beispiel:
49 mm
58 mm
67 mm
77 mm
82 mm
Dieser Wert muss normalerweise exakt zum Filtergewinde des Objektivs passen. Doch nicht, wenn man Step-Up-Ringe benutzt!

Was ist ein Step-Up-Ring?
Ein Step-Up-Ring ist ein Adapterring, mit dem man größere Filter auf kleineren Objektiven verwenden kann.
Beispiel:
Objektivgewinde: 67 mm
Filter: 82 mm
Dann benötigt man einen Step-Up-Ring von 67 → 82 mm.
Der Ring hat also:
innen das kleinere Gewinde
außen das größere Gewinde
Dadurch kann derselbe große Filter auf mehreren Objektiven genutzt werden.



Warum viele Fotografen große Filter bevorzugen
Statt für jedes Objektiv eigene Filter zu kaufen, setzen viele auf ein gemeinsames großes Filtersystem.
Anstatt:
einen 67-mm-Filter,
einen 77-mm-Filter
und einen 82-mm-Filter zu kaufen,
nimmt man einfach:
einen hochwertigen 82-mm-Filter von Maven
plus passende Step-Up-Ringe
Das spart oft viel Geld.
So wählt man den passenden Step-Up-Ring aus
Die Regel ist einfach: Der Ring geht immer von klein nach groß
Format:
kleines Objektivgewinde → großer Filter
Beispiel: unser größstes Objektiv hat den Durchmesser 82 mm. Dann benötigen wir folgendes:
Objektiv | Filter | Benötigter Ring |
62 mm | 82 mm | 62 → 82 |
67 mm | 82 mm | 67 → 82 |
72 mm | 82 mm | 72 → 82 |
Der 82-mm-Filter passt anschließend auf alle drei Objektive. Man braucht also nur ein Filterset, wie zum Beispiel das Dark CPL Set von Maven. Dazu empfehle ich noch je nach Anzahl der Objektive, den passenden magnetischen Objektivdeckel von Maven. Natürlich dann auch in 82 mm.
Vorteile von Step-Up-Ringen
1. Geld sparen
Ein hochwertiger ND- oder Polfilter kann teuer sein. Mit einem großen Filter spart man sich Mehrfachkäufe, da man ihn auch auf kleineren Objektiven benutzen kann.
2. Weniger Gepäck
Statt fünf mal den gleichen Filter mitzunehmen, reicht oft einer plus kleine Adapterringe.
3. Konsistenter Look
Besonders bei Mist- oder Cine-Filtern bleibt die Bildwirkung auf allen Objektiven identisch.

Step-Down vermeiden
Ein sogenannter Step-Down-Ring verkleinert den Filterdurchmesser.
Beispiel:82 mm → 67 mm
Das funktioniert technisch zwar, verursacht aber häufig starke Abschattungen und ist bei Weitwinkelobjektiven problematisch.
Fazit
Die Wahl des richtigen Rundfilters und Step-Up-Rings ist eigentlich unkompliziert, sobald man das Grundprinzip verstanden hat:
Das Objektiv hat ein eigenes Gewinde.
Der Filter besitzt ebenfalls eine feste Größe.
Der Step-Up-Ring verbindet beide – immer von klein nach groß.
Wer mehrere Objektive nutzt, spart mit einem großen Hauptfilter und passenden Step-Up-Ringen nicht nur Geld, sondern auch Platz im Fotorucksack.
Ich empfehle das Dark CPL-Set von Maven. Einen Bericht dazu findet ihr hier. Mit dem Code Maven-pia20 erhältst du bei deiner Bestellung 20% Rabatt.




